Dezimiertes Rotweiss Thun siegreich

Dezimiertes Rotweiss Thun siegreich

Nur noch gerade neun halbwegs gesunde Feldspielerinnen und eineinhalb gesunde Torhüterinnen standen Coach Peter Bachmann in der Eulachstadt noch zur Verfügung. Nach Rebekka Wyer und Desirée Knecht, fehlten auch die verletzte Topskorerin Lucia Weibelova sowie neu auch Linkshänderin Selina Jordi. Entsprechend klar war die Devise von Bachmann: Die Partie in Winterthur irgendwie gewinnen und keine neuen Verletzte einfangen. Bachmann verlangte von seinem Team, über die Deckung zu spielen und hinten solide zu verteidigen. Die Defensive forcieren, sollte vorne auch Druck in der Offensive wegnehmen. Hier fehlte Lucia Weibelova sichtlich, sowohl als Goalgetterin als auch als Passgeberin.

Die erste Hälfte verlief nicht nach Plan der Thunerinnnen. Dumme Feller im abwehrverhalten aber vor allem auch im Angriff führten dazu, dass sich die Thunerinnen nie klar von den Gegnerinnen absetzen konnten.

Steigerung nach dem Seitenwechsel

Erst nach dem Pausentee wurde das Spiel der Thunerinnen besser. Unter der Regie von Kira Zumstein, die das Zepter in die Hand nahm und sowohl als Ideengeberin wie auch als treffsichere Skorerin in Erscheinung trat, konnte sich ihr Team Schritt für Schritt zum Sieg werfen. Die Winterthurerinnen vermochten nicht zu reagieren, in einer Partie, die von vielen, teils kleinlich gepfiffenen Strafen geprägt war. Es war keine Glanzvorstellung der Thunerinnen, aber dies konnte unter den erwähnten Voraussetzungen auch nicht erwartet werden. Als Arbeitssieg betitelte Milena Käslin die zwei eingespielten Punkte. Sie brillierte mit einer hundertprozentigen Torabschlussbeute und traf fünfmal. Daneben war es immer wieder Keeperin Sibylle Peronino, welche mit ihren gelungenen Aktionen ihr Team im Spiel hielt und eine Abwehrquote von starken 42 Prozent erzielte.

Focus nun auf Brühl und Europacup

Eine rasche Regeneration und das Visier auf den kommenden Mittwoch legen, haben nun Priorität. Mit dem Heimspiel gegen Rekordmeister Brühl wartet die nächste Herausforderung auf die Thunerinnen, ehe es tags darauf in die Türkei zum Europacup-Hinspiel gegen Ardesen geht. Auch die medizinische Abteilung der Thunerinnen wird in den nächsten Tagen besonders gefordert sein. Fünf Spiele in vierzehn Tagen bei einem kleinen Kader dürfen keine weiteren Tribute verlangen.                               

  dkt

Telegramm

Yellow Winterthur - Rotweiss Thun 22:28 (10:11)

Eulachhalle - 150 Zuschauer - SR: Abalo/Maurer

Strafen: 7 x Zweiminuten gegen Yellow (inkl. Disqualifikation Petra Weber in der 39. Minute, Stand 13:14); 5 x Zweiminuten gegen Rotweiss Thun.

Yellow Winterthur: Pöcze/Zaugg; Berthelsen (3), Randers (6/4), Weber, Jugovic (3), Kellerhals (1), Kashani, Anina Veit (4), Janice Veit (1),Manser, Feller (4), Gwerder, Hälg.

Rotweiss Thun: Korenic/Peronino;  Ganz (5/3), Kaeslin (5), Zumstein (7), Oberson (1), Hostettler, Berger (4), Frey (2), Schmied (2/1), Lehmann (2).

Bemerkungen: Rotweiss ohne Jordi, Wyer, Weibelova und  Knecht (alle verletzt).

 

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